Seit der Einführung des Corporate Design der Stadt Münster in den 1990er-Jahren haben sich die Anforderungen an die Selbstdarstellung der Stadt wesentlich geändert. Die Anlässe sind zahlreicher, die Zielgruppen differenzierter und anspruchsvoller geworden. Die Zahl der Kommunikationskanäle ist ebenso gewachsen wie ihre technischen Möglichkeiten. Und nicht zuletzt haben sich die städtischen Akteure und Angebote sowie das Profil Münsters weiterentwickelt.

Die Vorgaben des alten CD haben damit trotz behutsamer Fortschreibung nicht mehr mitgehalten. Die Präsenz der Marke Stadt Münster, die Profilierung der städtischen Angebote, Leistungen und Aktionen und nicht zuletzt die Eindeutigkeit gegenüber den Adressaten haben darunter gelitten.

Deshalb wurde das CD gründlich überarbeitet. Zu den wesentlichen Neuerungen ab 2017 gehören:

• Die unübersichtlichen Marken- und Profilierungsebenen bekommen eine klare Struktur.
• Die Logo-Vielfalt bei Ämtern und Einrichtungen wird entschlackt.
• Die Präsenz der Stadt wird gestärkt.
• Der Profilierungsbedarf wird nach inhaltlichen Kriterien definiert, nicht anhand der Verwaltungsstruktur.

Was ändert sich?

• Das Stadtlogo ist leicht modifiziert.
• Eine einheitliche Ämterkennung ersetzt die individuellen Amtslogos.
• Im repräsentativen Bereich und bei Kooperationen wird einheitlich das hoheitliche Logo der Stadt eingesetzt.
• Gestaltete Flächen sind klar gegliedert: Feste Vorgaben für die Absenderkennung im Markenhorizont und gestalterischer Freiraum auf der Bühne.
• Drei Hausschriften tragen zur Stadt-Identität bei.
• Das Profil „Wissenschaft und Lebensart“ wird in der M-Marke visualisiert.

Die Umsetzung erleichtert das neue Web-to-print-Portal, ein Online-Angebot zur eigenen Gestaltung von Faltblättern, Plakaten und Broschüren.

Umsetzung – zügig und mit Augenmaß

Die Umsetzung des neuen Corporate Design ist Aufgabe der gesamten Verwaltung. Angesichts der Vielzahl von Produkten allerdings nicht in wenigen Wochen in ganzer Breite zu erreichen.

Die Querschnittsämter leisten bei gesamtstädtischen Produkten Vorarbeit und Unterstützung (z. B. Kopfbögen, Vorlagen, Internetseiten). Die Detail-Umsetzung liegt in der Verantwortung der Ämter und Einrichtungen, mit Blick auf Ressourcen, Außenwirkung und Reichweiten sind sinnvolle Prioritäten zu setzen. Das Presseamt berät dabei gern.

Grundsätzlich muss mit Einführung des neuen CD nichts weggeworfen werden. Restauflagen im alten CD können aufgebraucht werden. Auch eine Zwischenauflage noch im alten Design ist denkbar, wenn dies effizienter ist. So beispielsweise, wenn ohnehin in absehbarer Zeit die grundsätzliche inhaltliche Überarbeitung eines Produkts mit einer gestalterischen Anpassung verbunden werden kann. Bei langlebigen Produkten – Schilder, Autobeschriftungen, Dienstkleidung – ist eine sukzessive Anpassung möglich.